SIDES – Kassensystem im Test 2026

4.2 redaktionelle Bewertung ab 74 €/Mo. TSE: Cloud-TSE Zielgruppe: Gastronomie, Lieferdienste & Quick-Service

Zuletzt geprüft am 19. Juni 2026

Test-Siegel: SIDES mit 4,2 von 5 Sternen auf Kassen-Software-Vergleich.de

SIDES aus Berlin ist eine durchdachte All-in-One-Plattform für die digitale Gastronomie – Kasse mit Cloud-TSE, provisionsfreier Webshop, native Lieferportal-Integration, Self-Order-Terminals und Küchenmonitor aus einer Hand. Besonders stark für Lieferdienste, Quick-Service und Franchise-Betriebe.

Vorteile

  • Echte All-in-One-Plattform – Kasse, Webshop & App, Lieferportale, Self-Order und Küchenmonitor in einem System
  • Native Lieferportal-Anbindung (Lieferando, Uber Eats, Wolt) ohne separate Drittanbieter-Schnittstellen
  • Provisionsfreier eigener Webshop & App für margenstärkere Direktbestellungen
  • Cloud-TSE, KassenSichV-, GoBD- und DSGVO-konform mit zentraler Verwaltung über alle Standorte
  • Stark für Franchise- & Multi-Store-Betriebe dank zentraler Artikel-/Preisverwaltung und Echtzeit-Reporting

Nachteile

  • Cloud-basiert – die Kernprozesse setzen eine stabile Internetverbindung voraus (kein vollständiger Offline-Betrieb)
  • Höherer Einstieg (Basis-Paket ab 74 €/Monat); die volle Stärke entfaltet sich erst im Modul-Verbund
  • Klar auf Gastronomie, Lieferdienste und Quick-Service zugeschnitten – für klassischen Einzelhandel oder Dienstleister weniger passend
  • Preise oberhalb des Basis-Pakets werden nur als individuelle Pakete und nicht öffentlich transparent ausgewiesen
  • Von uns noch nicht eigenständig getestet (Bewertung daher vorläufig)

SIDES im Detail

SIDES ist die All-in-One-Plattform der SimplyDelivery GmbH aus Berlin. Nach eigenen Angaben beschäftigt der Anbieter über 120 Mitarbeitende, ist in sechs Ländern aktiv und betreut mehr als 6.800 Kunden. Der Ansatz ist klar: Statt einzelne Werkzeuge über Schnittstellen zu verbinden, deckt SIDES den gesamten Gastro-Workflow in einem System ab – von der Bestellannahme über Küche und Lieferung bis zu Bezahlung und Reporting.

SIDES Kassensystem (POS) im Café-Betrieb mit Touch-Bedienung und Bondrucker Das SIDES-Kassensystem im stationären Einsatz – Bestellungen aus allen Kanälen laufen zentral zusammen.

Entwickelt wurde die Plattform für Gastronom:innen, die mit hohem Bestellaufkommen, Personalmangel und mehreren Bestellkanälen arbeiten. Wer die grundsätzliche Rolle eines Kassensystems im Betrieb verstehen möchte, findet in unserem Grundlagenartikel Was ist ein Kassensystem? eine gute Einordnung. SIDES positioniert sich dabei bewusst als Lösung für die digitale, kanalübergreifende Gastronomie – nicht als klassische Ladenkasse.

Funktionen im Detail

Kassensystem mit Cloud-TSE

Das Kassensystem bildet den Kern der Plattform. Es ist cloudbasiert, läuft mit einer integrierten Cloud-TSE und ist finanzamtkonform (KassenSichV, GoBD; für Österreich RKSV). Die Bedienoberfläche lässt sich an die Abläufe des Betriebs anpassen, und alle Bestellungen – ob am Tresen, über den Webshop, per App, am Self-Order-Terminal oder via QR-Code – laufen in derselben Kasse zusammen. Über eine zentrale Artikel- und Preisverwaltung werden Menüs und Preise an einer Stelle gepflegt und an alle Kanäle und Standorte ausgespielt.

Lieferportal-Integration

Ein zentrales Verkaufsargument ist die native Lieferportal-Anbindung. In Deutschland werden Uber Eats, Lieferando und Wolt direkt eingebunden, in den Niederlanden Thuisbezorgd, Uber Eats und Homie sowie in der Schweiz Just Eat, Uber Eats und smood. Die Bestellungen fließen automatisch ins Kassensystem und an den Küchenmonitor – ohne separate Drittanbieter-Hardware und ohne manuelles Abtippen. Gerade bei mehreren parallel laufenden Portalen reduziert das Fehler und entlastet das Personal zu Stoßzeiten.

Webshop & App

SIDES Webshop – Online-Bestellung mit Warenkorb am Laptop Der provisionsfreie SIDES-Webshop: Direktbestellungen landen ohne Plattformgebühr im eigenen System.

Mit dem eigenen provisionsfreien Webshop und einer zugehörigen App können Gäste direkt beim Restaurant bestellen – ohne Vermittlungsgebühr der Lieferplattformen. Das verbessert die Marge pro Bestellung und stärkt die direkte Kundenbeziehung. Automatisches Up- und Cross-Selling sowie ein Loyalty- und Bonussystem sollen den durchschnittlichen Bestellwert und die Wiederbestellrate erhöhen. Alle Direktbestellungen laufen in dieselbe zentrale Datenbasis wie die übrigen Kanäle.

Self-Order-Terminals & QR-Code-Bestellung

SIDES Self-Order-Terminal mit großem Produktbild und integrierter Kartenzahlung Self-Order-Terminal mit integriertem Bezahlterminal – Gäste bestellen und zahlen selbstständig.

Self-Order-Terminals und die QR-Code-Bestellung am Tisch lassen Gäste selbst bestellen und bezahlen. Das entlastet das Personal, verkürzt Wartezeiten und schafft über automatische Empfehlungen zusätzliche Umsatzpotenziale. Wie sich solche Selbstbedienungslösungen generell auf den Betrieb auswirken, beleuchten wir im Überblick zu Self-Checkout & Unattended POS.

Küchenmonitor & Delivery-Steuerung

Der Küchenmonitor (Kitchen Display System) übernimmt die Bestellungen aus allen Kanälen und steuert die Zubereitung digital – Bons auf Papier werden überflüssig. Für Lieferdienste ergänzen ein Fahrermanagement mit Tourenplanung sowie automatisierte Delivery-Prozesse die Plattform. So lassen sich Annahme, Küche und Auslieferung in einem durchgängigen Ablauf koordinieren.

Warenwirtschaft, Personal & Reporting

SIDES bündelt außerdem Warenwirtschaft, Personalmanagement, ein Loyalty- und Bonussystem sowie umfangreiche Auswertungen und Statistiken. Das zentrale Backend liefert Echtzeit-Daten zu Umsatz, Rentabilität, Lieferzeiten, Warenbestand, Mitarbeitenden und Standorten – die Grundlage für schnellere, datenbasierte Entscheidungen über alle Filialen hinweg.

SIDES Pay

Mit SIDES Pay ist auch das Bezahlsystem in die Plattform integriert. Zahlungen aus Kasse, Webshop, App, Self-Order-Terminal und QR-Code-Bestellung laufen über eine einheitliche Lösung mit zentraler Auswertung – ein Anbieter weniger im Technik-Stack des Betriebs.

TSE & Finanzamt

SIDES setzt auf eine Cloud-TSE, die direkt in das Kassensystem integriert ist. Die Systeme sind nach Anbieterangaben KassenSichV-konform, erfüllen die GoBD-Anforderungen an die ordnungsgemäße Aufzeichnung und sind DSGVO-konform; für den österreichischen Markt besteht zusätzlich RKSV-Konformität. Vertraulich übermittelte Daten werden SSL-/TLS-verschlüsselt. Warum eine zertifizierte TSE überhaupt Pflicht ist und worin sich Cloud- und Hardware-TSE unterscheiden, erklären wir ausführlich im Ratgeber zur KassenSichV & TSE-Pflicht. Wichtig zu wissen: Da die TSE cloudbasiert arbeitet, ist für den rechtssicheren Betrieb eine stabile Internetverbindung nötig. Hinweis für Betreiber: Seit dem 01.01.2025 gilt zudem die Kassen-Meldepflicht beim Finanzamt.

Preise & Pakete

SIDES bietet verschiedene Pakete an, die auf unterschiedliche Anforderungen zugeschnitten sind – von der einzelnen Filiale über Lieferdienst und Quick-Service-Restaurant bis zur Ghost Kitchen oder Franchise-Kette. Jedes Paket kombiniert die passenden Module wie Kassensystem, Webshop, App, Lieferportal-Schnittstelle, Bezahlsystem, Küchendisplay und Reporting. So lässt sich eine Lösung wählen, die zu den aktuellen Abläufen passt, und später um weitere Module oder Standorte ergänzen.

PositionInhaltPreis
Basis-PaketEinstieg in die SIDES-Plattformab 74 €/Monat
Modul-/PaketerweiterungenWebshop, App, Lieferportale, Self-Order, KDS, Reporting u. a.individuell je nach Konfiguration

Stand 2026-06, eigene Angaben des Herstellers. Die konkreten Preise oberhalb des Basis-Pakets hängen von Modulauswahl und Standortzahl ab und werden individuell angeboten. Die finale Preisbestätigung erfolgt direkt über SIDES.

Für wen eignet sich SIDES?

SIDES spielt seine Stärken überall dort aus, wo viele Bestellungen über mehrere Kanäle zusammenlaufen. Besonders geeignet ist die Plattform für:

  • Lieferdienste, die Portale, eigenen Webshop und Fahrermanagement in einem System steuern wollen
  • Quick-Service-Restaurants, die mit Self-Order-Terminals und QR-Bestellung das Personal zu Stoßzeiten entlasten
  • Ghost Kitchens, die rein liefer- und abholbasiert arbeiten
  • Franchise- & Multi-Store-Betriebe, die Menüs, Preise und Performance zentral und standortübergreifend steuern

Wer dagegen eine klassische, vollständig offline-fähige Ladenkasse für Einzelhandel oder Dienstleistung sucht, ist mit einem hardwarezentrierten System wie POSSUM oder Vectron besser bedient. Für die iPad-Gastronomie mit Tischverwaltung lohnt zusätzlich ein Blick auf orderbird, für filialstarken Handel auf Lightspeed. Wer mehrere Systeme parallel evaluiert, findet im Beitrag Schnittstellen: Kasse, Buchhaltung & Warenwirtschaft verbinden Hinweise zur sauberen Datenanbindung.

SIDES Bewertung

Unsere redaktionelle Bewertung von 4,2 von 5 ist zunächst vorläufig. Grundlage sind die vom Anbieter bereitgestellten Produktinformationen und Bilder sowie öffentlich verfügbare Angaben – ein vollständiger eigener Test steht noch aus. Überzeugend ist die konsequente All-in-One-Idee: Kasse, Webshop, Lieferportale, Self-Order und Küchensteuerung greifen ohne externe Schnittstellen ineinander, was den Technik-Stack im Betrieb spürbar verschlankt. Abzüge gibt es für die Cloud-Abhängigkeit (kein vollständiger Offline-Betrieb) und die nur eingeschränkt öffentliche Preistransparenz oberhalb des Basis-Pakets.

Die endgültige Note vergeben wir nach einer vollständigen Prüfung anhand unserer Bewertungsmethodik. Wie wir Kassensysteme über einen längeren Zeitraum testen, beschreiben wir im Langzeittest von Kassensystemen.

Fazit

SIDES ist eine konsequent gedachte All-in-One-Plattform für die digitale Gastronomie: Kasse mit Cloud-TSE, provisionsfreier Webshop und App, native Lieferportal-Integration, Self-Order-Terminals, Küchenmonitor und mit SIDES Pay auch das Bezahlen – alles aus einer Hand und über eine zentrale Datenbasis. Damit richtet sich der Berliner Anbieter klar an Lieferdienste, Quick-Service-Restaurants, Ghost Kitchens und Franchise-Betriebe, die mehrere Bestellkanäle ohne Schnittstellen-Chaos steuern wollen.

Insgesamt vergeben wir für SIDES eine vorläufige Bewertung von 4,2 von 5 Punkten – eine starke Wahl für die kanalübergreifende Gastronomie, deren Stärke im Modul-Verbund liegt und die eine zuverlässige Internetanbindung voraussetzt. Die finale Einordnung aktualisieren wir nach einer vollständigen Prüfung.

Häufige Fragen zu SIDES

Was kostet das SIDES Kassensystem?
SIDES startet mit einem Basis-Paket ab 74 €/Monat. Darüber hinaus stellt der Anbieter modulare Pakete zusammen, die auf den jeweiligen Betrieb zugeschnitten sind – ob einzelne Filiale, Lieferdienst, Quick-Service-Restaurant, Ghost Kitchen oder Franchise-Kette. Jedes Paket kombiniert die passenden Module wie Kasse, Webshop, App, Lieferportal-Schnittstelle, Bezahlsystem, Küchendisplay und Reporting. Die konkreten Preise oberhalb des Basis-Pakets richten sich nach Modulauswahl und Standortzahl und werden individuell angeboten.
Hat SIDES eine Cloud-TSE oder eine Hardware-TSE?
Das SIDES-Kassensystem arbeitet mit einer Cloud-TSE. Es erfüllt nach Anbieterangaben die Anforderungen der KassenSichV und der GoBD, ist DSGVO-konform und für Österreich zusätzlich RKSV-konform. Vertraulich übermittelte Daten werden SSL-/TLS-verschlüsselt. Da die TSE in der Cloud liegt, ist für den rechtssicheren Kassenbetrieb eine Internetverbindung erforderlich.
Welche Lieferportale lassen sich an SIDES anbinden?
SIDES bietet eine native Lieferportal-Integration. In Deutschland werden Uber Eats, Lieferando und Wolt unterstützt, in den Niederlanden Thuisbezorgd, Uber Eats und Homie sowie in der Schweiz Just Eat, Uber Eats und smood. Die Bestellungen laufen direkt ins Kassensystem und an den Küchenmonitor – ohne separate Drittanbieter-Schnittstellen und manuelles Übertragen.
Was ist SIDES Pay?
SIDES Pay ist das in die Plattform integrierte Bezahlsystem. Zahlungen aus Kasse, Webshop, App, Self-Order-Terminal und QR-Code-Bestellung laufen damit über eine einheitliche Lösung – inklusive zentraler Auswertung. Das reduziert die Zahl externer Dienstleister und Schnittstellen im Betrieb.
Für wen eignet sich SIDES?
SIDES wurde für Gastronom:innen mit hohem Bestellaufkommen, Personalmangel und mehreren Bestellkanälen entwickelt. Besonders geeignet ist die Plattform für Lieferdienste, Quick-Service-Restaurants, Ghost Kitchens sowie Franchise- und Multi-Store-Betriebe. Für klassischen Einzelhandel oder Dienstleister außerhalb der Gastronomie ist SIDES dagegen weniger zugeschnitten.
Wer steckt hinter SIDES?
SIDES ist die All-in-One-Gastro-Software der SimplyDelivery GmbH mit Sitz in Berlin. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen über 120 Mitarbeitende, ist in sechs Ländern aktiv und betreut mehr als 6.800 Kunden. Der Support ist telefonisch unter +49 (0) 30 25 77 0993 sowie über das Kontaktformular erreichbar.

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