SumUp – Kassensystem im Test 2026
SumUp ist der perfekte Einstieg für Kleinunternehmer und Selbstständige, die ein unkompliziertes Kassensystem ohne monatliche Grundgebühr suchen.
Vorteile
- Keine monatlichen Fixkosten möglich
- Sehr einfache Einrichtung
- Mobiles Kassensystem (Smartphone & Tablet)
- Günstiger Kartenleser
Nachteile
- Eingeschränkte Funktionen für große Betriebe
- Transaktionsgebühren bei Kartenzahlung
- Weniger Anpassungsmöglichkeiten
SumUp im Detail
SumUp hat sich seit der Gründung 2012 in London zu einem der bekanntesten Anbieter für mobile Kartenzahlung und Kassensysteme in Europa entwickelt. Das Unternehmen ist mittlerweile in über 35 Ländern aktiv und hat sich vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert. Die Grundidee war einfach: Kartenzahlung für jeden zugänglich machen — ohne lange Verträge, ohne monatliche Fixkosten und ohne komplizierte Technik.
Besonders für Kleinunternehmer, Marktverkäufer, Foodtruck-Betreiber, Solo-Selbstständige und Freiberufler bietet SumUp einen niedrigschwelligen Einstieg in die Welt der digitalen Zahlungsabwicklung. Wer sich fragt, was ein Kassensystem genau ist und welche Grundfunktionen es mitbringen sollte, findet bei SumUp eine schlanke, aber durchdachte Antwort darauf. Du brauchst weder technisches Vorwissen noch ein großes Budget — ein Smartphone und der SumUp-Kartenleser reichen für den Start.
Funktionen im Detail
SumUp Kasse (Point of Sale App)
Die SumUp Point of Sale App verwandelt dein Smartphone oder Tablet in eine vollwertige Kasse. Du kannst Artikel anlegen, Kategorien erstellen und Preise festlegen. Die Oberfläche ist bewusst minimalistisch gehalten, was den Kassiervorgang extrem schnell macht. Für ein Café oder einen kleinen Laden, der überschaubar viele Produkte führt, ist das völlig ausreichend.
Kartenzahlung mit dem SumUp Air
Das Herzstück von SumUp ist der kompakte Bluetooth-Kartenleser. Er akzeptiert alle gängigen Karten — EC-Karte (girocard), Visa, Mastercard — sowie kontaktlose Zahlungen per NFC, also auch Apple Pay und Google Pay. Die Verbindung zum Smartphone erfolgt über Bluetooth, die Abwicklung dauert in der Regel nur wenige Sekunden. Der Kartenleser ist klein genug für die Hosentasche und hält mit einer Akkuladung mehrere hundert Transaktionen durch.
Produktkatalog
Du kannst Artikel mit Name, Preis, Kategorie und optional einem Foto anlegen. Für kleine Sortimente funktioniert das problemlos. Varianten (z. B. verschiedene Größen) lassen sich ebenfalls abbilden. Allerdings fehlt eine echte Warenwirtschaft mit Bestandsverfolgung — für größere Sortimente mit Lagerhaltung stößt du hier an Grenzen.
Berichte und Analysen
SumUp stellt dir grundlegende Umsatzberichte zur Verfügung. Du siehst deine Tages-, Wochen- und Monatsumsätze, die beliebtesten Produkte und eine Aufschlüsselung nach Zahlungsarten. Die Berichte sind übersichtlich und für Selbstständige, die ihre Zahlen im Blick behalten wollen, völlig ausreichend. Tiefergehende Analysen wie Vergleichszeiträume oder Margenberechnung gibt es allerdings nicht.
Online-Shop
SumUp bietet einen integrierten Online-Shop, über den du Produkte und Gutscheine verkaufen kannst. Du erstellst einen einfachen Webshop mit eigenem Link, den du in sozialen Medien oder auf deiner Website teilen kannst. Das ist praktisch für kleine Unternehmen, die neben dem stationären Geschäft auch online verkaufen wollen — ein vollwertiger E-Commerce-Shop mit umfangreichen Funktionen ist es allerdings nicht.
Einrichtung & Bedienung
Die Einrichtung von SumUp gehört zu den einfachsten am Markt. Du lädst die App herunter, erstellst ein Konto, verifizierst deine Identität und koppelst den Kartenleser per Bluetooth. Der gesamte Vorgang dauert in der Regel unter 15 Minuten. Es gibt keinen Techniker-Termin, keinen Installationsaufwand und keine versteckten Einrichtungsgebühren.
Die Bedienung ist intuitiv gestaltet und erfordert keinerlei Schulung. Die App führt dich durch jeden Schritt, von der Artikelanlage bis zum ersten Verkauf. Die Lernkurve ist praktisch nicht vorhanden — wenn du ein Smartphone bedienen kannst, kannst du auch SumUp nutzen. Das macht es besonders attraktiv für Gründer und Kleinunternehmer, die schnell loslegen wollen, ohne sich tagelang in eine Software einarbeiten zu müssen.
Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert: Links der Produktkatalog, rechts der Warenkorb, oben die Navigation. Der Kassiervorgang läuft flüssig, und auch unter Stress — etwa bei einer Schlange am Marktstand — behält man leicht den Überblick.
Hardware & Geräte
SumUp bietet verschiedene Hardware-Optionen für unterschiedliche Anforderungen:
- SumUp Air (ab ca. 39 Euro): Der kompakte Bluetooth-Kartenleser für Smartphone und Tablet. Ideal für mobile Einsätze auf Märkten, bei Events oder für Lieferdienste.
- SumUp Solo (ab ca. 79 Euro): Ein eigenständiges Terminal mit eingebautem Display, WLAN und optionaler SIM-Karte. Damit bist du nicht einmal auf ein Smartphone angewiesen.
- SumUp Solo mit Ladestation (ab ca. 109 Euro): Die Solo-Variante mit Ladestation für den stationären Einsatz an der Theke.
- SumUp Kasse Pro: Ein vollständiges POS-System mit Tablet, Drucker und Kartenleser — gedacht für Geschäfte und Gastronomiebetriebe, die einen festen Kassenplatz einrichten wollen.
Alle Geräte werden einmalig gekauft, es gibt keine Hardware-Miete. Das unterscheidet SumUp von vielen Wettbewerbern, die monatliche Leasing-Raten verlangen. Wer sich unsicher ist, ob ein reines Software-Kassensystem oder eine Hardware-Lösung besser passt, findet in unserem Vergleich Hardware vs. Software Kasse eine hilfreiche Entscheidungsgrundlage.
TSE & Finanzamt
SumUp bietet eine integrierte Cloud-TSE, die KassenSichV-konform ist. Die Aktivierung erfolgt automatisch bei der Registrierung und ist in der App integriert. Du musst dich also nicht selbst um die technische Sicherheitseinrichtung kümmern oder zusätzliche Hardware anschaffen — das spart Geld und Aufwand.
Die Cloud-TSE signiert jede Transaktion manipulationssicher und speichert die Daten revisionssicher. Bei einer Kassennachschau durch das Finanzamt kannst du alle nötigen Daten direkt aus der App exportieren. Denke daran, dein Kassensystem beim zuständigen Finanzamt zu melden, wie es die Kassensicherungsverordnung verlangt. Alle Details rund um die KassenSichV und TSE-Pflicht haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst.
Preise & Tarife
Das Preismodell von SumUp ist bewusst einfach gehalten:
- SumUp Basis (0 Euro/Monat): Keine monatlichen Fixkosten. Du zahlst lediglich 1,39 % Transaktionsgebühr pro Kartenzahlung. Barzahlungen sind kostenlos. Enthalten sind die Kassen-App, Produktkatalog, grundlegende Berichte und die Cloud-TSE.
- SumUp Plus: Erweiterte Berichte, zusätzliche Mitarbeiterzugänge und mehr Anpassungsmöglichkeiten für den Produktkatalog. Geeignet für kleine Teams.
- SumUp Pro: Der umfangreichste Tarif mit erweitertem Inventarmanagement, Tischverwaltung für die Gastronomie und Priority-Support.
Für Barzahlungen fallen keine Gebühren an. Die Transaktionsgebühr von 1,39 % ist transparent und ohne versteckte Kosten. Es gibt keine Mindestlaufzeiten und keine Kündigungsfristen — du kannst jederzeit aufhören. Auszahlungen auf dein Bankkonto erfolgen in der Regel innerhalb von 1-2 Werktagen.
Für Unternehmen mit hohem Kartenumsatz können sich die Transaktionsgebühren allerdings summieren. Wer monatlich mehr als 3.000-4.000 Euro per Karte umsetzt, sollte durchrechnen, ob ein System mit Flatrate-Modell nicht günstiger wäre.
Schnittstellen & Integrationen
SumUp bietet eine Reihe von Integrationen, die das System flexibler machen:
- Buchhaltung: Anbindung an gängige Buchhaltungssoftware wie sevDesk, lexoffice und Debitoor. Umsätze und Belege werden automatisch übertragen, was die Buchführung erheblich vereinfacht. Mehr zum Thema erfährst du in unserem Artikel über Schnittstellen zur Buchhaltung.
- E-Commerce: Integration mit WooCommerce, Shopify und Ecwid für Online-Verkäufe.
- SumUp API: Für Entwickler gibt es eine API, mit der sich SumUp in eigene Anwendungen integrieren lässt.
- Rechnungsversand: Rechnungen können direkt aus der App per E-Mail oder SMS versendet werden.
- Geschenkkarten: SumUp unterstützt digitale Geschenkkarten als Kundenbindungsinstrument.
Was fehlt, sind tiefergehende Integrationen in ERP-Systeme oder spezialisierte Branchenlösungen. Für größere Unternehmen mit komplexen Anforderungen an die Warenwirtschaft ist das ein echtes Manko.
Support & Kundenservice
Der Support von SumUp ist per E-Mail und Telefon erreichbar. Auf der Website gibt es ein umfangreiches Hilfe-Center mit Artikeln und Video-Tutorials, die die meisten Standardfragen abdecken. Die telefonische Erreichbarkeit ist an Werktagen während der Geschäftszeiten gewährleistet.
In der Praxis berichten viele Nutzer, dass die Selbsthilfe-Ressourcen gut aufbereitet sind und die meisten Probleme ohne direkten Kontakt zum Support lösen. Bei komplexeren Anliegen kann die Antwortzeit per E-Mail allerdings einige Tage betragen. Einen dedizierten Ansprechpartner oder persönlichen Account-Manager gibt es nur in den höheren Tarifen.
Für wen eignet sich SumUp?
SumUp ist die richtige Wahl für dich, wenn du:
- Kleinunternehmer oder Selbstständiger bist und eine einfache, kostengünstige Lösung suchst
- Marktverkäufer oder Foodtruck-Betreiber bist und ein mobiles System brauchst, das in die Tasche passt
- Gründer bist und ohne großes Anfangsinvestment Kartenzahlungen annehmen willst
- Dienstleister bist (z. B. Friseur, Masseur, Handwerker) und beim Kunden vor Ort kassieren möchtest
- Vereine oder Organisationen bist, die gelegentlich Kartenzahlungen bei Events annehmen wollen
Weniger geeignet ist SumUp für Unternehmen mit großem Warenbestand, die eine echte Warenwirtschaft mit Lagerverwaltung brauchen. Auch für Gastronomiebetriebe mit komplexer Tischverwaltung und Küchendruck gibt es spezialisiertere Lösungen wie orderbird. Wer ein umfangreicheres System mit Warenwirtschaft benötigt, sollte sich Lightspeed ansehen.
Fazit
SumUp ist und bleibt der Einstiegs-Champion unter den Kassensystemen. Kein anderer Anbieter macht den Start so einfach und risikoarm: 0 Euro monatliche Fixkosten, ein günstiger Kartenleser und eine App, die in Minuten eingerichtet ist. Die Transaktionsgebühr von 1,39 % ist fair und transparent, und die integrierte Cloud-TSE sorgt dafür, dass du finanzamtkonform arbeitest.
Die Stärken liegen klar in der Einfachheit und Mobilität. Wer ein unkompliziertes System für überschaubare Umsätze sucht, macht mit SumUp wenig falsch. Die Schwächen zeigen sich erst, wenn dein Geschäft wächst: Begrenzte Auswertungen, keine echte Warenwirtschaft und eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten können dann zum Hindernis werden.
Unser Tipp: Starte mit SumUp, wenn du gerade gründest oder ein kleines Geschäft führst. Die Einstiegshürde ist minimal, und du kannst jederzeit auf ein umfangreicheres System wechseln, wenn dein Betrieb wächst. Unser Leitfaden zum Kassensystem-Umstieg hilft dir dabei, wenn es so weit ist.
Google Bewertungen
Sehr enttäuschende Support kritisches Kassenproblem ungelöst. Leider bischer keine echte Hilfe, keine Lösung, keine persönliche Rückruf.
Probably the worst payment company; they can close your account whenever they want without even warning or explanation.
Das Kassensystem ist nicht zu empfehlen, andauernd Verbindungsprobleme trotz sehr gutem W-Lan. Der Support ist reine Zeitverschwendung, da wird ewig hin und her gechattet, leider nicht lösungsorientiert. Mit dem Mist kann man seinen Laden nicht am Laufen halten.
Absoluter Katastrophenladen. Miserabler Support. Habe ich seit 9 Jahren. Jetzt aufgrund einer Mitteilung, dass sich unsere Adresse geändert hat (Gewerbeummeldung beigefügt) ist unser Profil geschlossen worden, da laut AGBs Makleragenturen außen vor sind.
Unverschämt schlechter Service. Man kauft die einzelnen Produkte und SumUp vergisst die Zugänge freizuschalten. Kann passieren. Allerdings gibt es keinerlei Rückmeldung. Zurückschicken der Ware geht natürlich nur über ein Formular aus dem Support. Trotz Pro Support bekommt man keine Antwort. Der Vertriebsmitarbeiter ist ebenfalls nicht mehr erreichbar. So geht Service absolut nicht!
Bewertungen von Google Maps · Stand: 29.1.2026